Folge 21 - 50 Jahre Aktionsgemeinschaft Tiengen

Shownotes

Happy Birthday, Aktionsgemeinschaft Tiengen! Die Initiative feiert ihr 50-jähriges Bestehen. In dieser Folge von WT – doppelt hört besser sprechen Kurt Reckermann und Zara Tiefert-Reckermann über die Anfänge der Aktionsgemeinschaft, aktuelle Herausforderungen und ihre Vision für die Zukunft der Tiengener Innenstadt.
Außerdem erzählen sie, wie es ist, sich als Vater-Tochter-Gespann gemeinsam für das Städtle zu engagieren, und verraten, warum sie sich besonders auf die Freiluftausstellung „Alltagsmenschen“ freuen, die am 11. Juli eröffnet wird.

Transkript anzeigen

00:00:10: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge unseres Podcasts.

00:00:14: WT Doppelt hört besser.

00:00:16: Heute sprechen wir über ein wunderbares Jubiläum, das dieses Jahr in unserer Stadt stattfindet beziehungsweise in einem Stadtteil nämlich in Tingen.

00:00:25: die Aktionsgemeinschaft Tingen gibt es seit fünfzig Jahren und das heißt fünfzig Jahre Engagement fürs Städte für Tingen Für den Einzelhandel für die Kultur Und alles was noch dazugehört.

00:00:38: Um dieses Thema gut besprechen zu können, habe ich mir zwei Gäste eingeladen.

00:00:42: Die die Tingener garantiert alle kennen und ich hoffe doch auch die meisten Waldzuter.

00:00:47: Nämlich Kurt Reckermann sitzt hier und seine Tochter Zara Tiefertreckermann beide treibende Kräfte hinter der Aktionsgemeinschaft um.

00:00:57: mit den beiden möchte ich jetzt sprechen.

00:00:59: wie schön dass sie da sind Herr Reckerman, Sarah wie schön das du da bist!

00:01:03: Vielen Dank für die Einladung.

00:01:06: Ja, fünfzig Jahre.

00:01:07: Ein halbes Jahrhundert-Aktionsgemeinschaft Tingen!

00:01:10: Herr Reckermann was geht Ihnen durch den Kopf wenn Sie diese Zahl sich vor Augen führen?

00:01:15: und wenn sie denken mein Gott schon ein halbes jahrhundert Aktionsgemeinenschaft?

00:01:19: Ja einmal auch von mir danke für die Einladung.

00:01:23: ja äh ... Die Aktions Gemeinschaft ist an der Sicht Erfolgsstory denn viele so gegründete Initiative Die überlegen diese lange Zeit nicht, aber die Aktionsgemeinschaft lebt kräftig weiter.

00:01:43: Und Jahr für Jahr stellen wir das unter Beweis und Einschlafe tut sie mit Sicherheit nicht.

00:01:54: Da kann ich die Rede davon sein, denn die Aktivitäten Und der Aktionsgemeinschaft werden eher immer mehr.

00:02:03: Ja,

00:02:05: dass sie nicht einschläft ist ja auch der nächsten Generation zu verdanken.

00:02:09: Genau man hat es ja am Nachnamen schon gehört hier sitzen also Vater und Tochter nebeneinander.

00:02:14: Sarah wie geht's dir wenn du fünfzig Jahre hörst?

00:02:17: Naja, fünfzig jahre so lang bin ich nicht mal aufgewählt.

00:02:21: Ich kenne nur einen Teil der Erfolgsgeschichte aber jetzt auch schon sehr lange.

00:02:26: Ja, ich denke wir können auch ein bisschen stolz drauf sein.

00:02:30: Dass wir so lange schon so viele Dinge auf die Beine stellen.

00:02:35: Absolut!

00:02:37: Herr Reckermann, genau also einfach aufgrund Ihres Alters würde ich jetzt mal mit Ihnen anfangen was vielleicht zu den Anfangsjahre der Aktionsgemeinschaft angeht.

00:02:46: das war nämlich dein Opa, Otto Reckermann der Mitbegründer war dieser Gemeinschaft.

00:02:53: Ja nehmen Sie uns doch mal mit vielleicht so in die in die siebziger in die achtziger Jahre.

00:02:56: was waren so die?

00:02:57: Was war so das Initial zu sagen wir brauchen hier eine Gemeinsschaft die sich um um Tingen kümmert.

00:03:03: ja es gab einen Vertreter des Einzelhandelsverbandes der in Tingen den einzelnen Verband vertreten hat und dann gab es da durch den Stadtausschuss des Einzell Handels der denn unter der Leitung dieses Vertreters agiert hat.

00:03:21: Man hat sich unregelmäßig getroffen, es gab da eigentlich keine Struktur dazu und vor allem keine geregelten Einnahme.

00:03:33: Da kam der Wunsch auf doch irgendwie eine Gemeinschaft zu gründen die hier etwas geordnet auf das gesagt ist Das war der Startschuss für die Aktionsgemeinschaft, die dann auch auf einem Fundament stand, wo es ein geordnete Vorstand gab und auch geordnete Finanzen mit denen man die eine oder andere Aktion dann doch gleich durchführen konnte.

00:04:09: Was ich spannend finde ist der Name.

00:04:12: Also Gewerbevereine kennt man, oder Gewerber- und Wirtschaftsvereine auch aus anderen Regionen.

00:04:17: Aber dieses allein, dieses Wort Aktionsgemeinschaft, ich finde es hat noch einen ganz anderen Zungsschlag, oder?

00:04:23: Und das find's auch so modern für die damalige Zeit, dass man nicht gesagt hat wir sind jetzt der Gewerbeperein Tingen, sondern eben wir sind eine Aktionsgemeinschaft.

00:04:30: Das heißt, wir tun was also den Name sagt sie ja schon,

00:04:33: oder?!

00:04:34: Da bin ich immer an sich immer noch stolz, dass das so ist!

00:04:38: Unser Motto zum Jubiläum heißt er auch immer In Aktion.

00:04:43: Und es hat sich bis dato auf alle Fälle, vor allen Dingen haben wir auch damit die Möglichkeit wenn's nicht heißt Gewerbeverein dass viele andere Ansprecher und wer jetzt zum Beispiel an unserer Hauptversammlung war da gesehen das sind viele Privatpersonen da gewesen viele Vereinsvertreter weil die auch Mitglied in unserer Gemeinschaft halt sind und wir sind sozusagen denn auch für jeden offen der mit uns für Tingen sich einsetzen möchte.

00:05:25: Was war denn so eine erste Aktion?

00:05:27: Also wenn man so ins Archiv vielleicht guckt, was hat die Aktionsgemeinschaft relativ bald nach Gründung mal auf die Beine gestellt?

00:05:40: Die Dings kam natürlich dann, als die Fußgängerzone eingeführt wurde.

00:05:44: Dann sind die Aktionen mehr geworden weil auch die Möglichkeit dafür da war.

00:05:50: hier aber am Anfang ich meine das Erntefest ist entstanden und man hat Weihnachts auch damals schon Weihnachtsgewinnspiele dann gemeinsam gemacht mit Verlosung von Einkaufsgutschein oder Sachpreisen.

00:06:12: Und ja, es hat sich denn pö-a-pö halt immer wieder was noches dazugegeben.

00:06:20: Am Anfang war's ja auch so dass ich jetzt sage mal auch schon seit vielen Jahren oder mit nur einer einzigen Ausnahme so gewesen das vorne dran immer kein direkter Einzelhändler stand hier sondern es waren Steuerberater oder Leute, ja die von der Banken wie Frau Bader, die zuletzt war.

00:06:47: Oder Herr Heidel und ...

00:06:50: Also einfach ein Querschnitt aus der Stadtgesellschaft?

00:06:53: Das hat den ganzen eben nicht den Anschein gegeben.

00:06:57: das sind

00:06:58: nur die

00:06:59: Einzelhändler, die sich hier präsentieren.

00:07:04: Die Herausforderungen von Innenstädten Und natürlich auch vom Einzelhandel.

00:07:09: Die sind heute in aller Munde, weil die Medien das immer wieder aufgreifen und wir erleben es ja auch.

00:07:14: Stichwort Verödung, stichwort Leerstände.

00:07:19: Da kommen wir später auf jeden Fall noch tiefer drauf.

00:07:21: aber welche Herausforderungen gab's denn vielleicht schon in den Siebziger oder auch Achtzigerjahren für den Handel?

00:07:25: Wo natürlich von Online-Handeln überhaupt keine Rede war sondern da war klar ich kaufe halt einen im Geschäft.

00:07:32: Man war vielleicht auch noch nicht so mobil wie heute.

00:07:33: oder dass man gesagt hat, man fährt bis nach Karlsruhe um sich ein paar Schuhe zu kaufen.

00:07:37: Sondern man macht das natürlich im Städtele.

00:07:39: Aber gab es da auch schon so Herausforderungen wo man gesagt hatte wir müssen wir müssen das stärken?

00:07:45: Ja gut die größte Herausforderung war in den zur Gründerzeit der Aktionsgemeinschaft ist der Verkehr noch durch die Hauptstraße geflossen zwar schon als Einbahnstraße Einige Jahre davor ist dann noch Gegenverkehr gewesen.

00:08:02: Kann man sich nicht mehr fragen?

00:08:02: Kann man es sich vorstellen, mit Omnibussen durch Postbus, Bahnbus alles einander vorbei und auf einer Seite der Hauptstraße konnte man von oben bis unten praktisch vor den Geschäften auch parken.

00:08:19: das waren nicht allzu viele Parkplätze vielleicht dreißig von unten bis oben.

00:08:24: Und kam denn schon der Wunsch auf ob man das anders hinbekommen.

00:08:32: Voraussetzung war natürlich, dass der Verkehr den Gegenseitig auch an der Stadt entlang fließen kann.

00:08:44: Dazu war erforderlich das der Südringen.

00:08:48: gebaut wurde hier.

00:08:50: Urseichlich ist zwischen dem Cityhouse und dem Citymarkt da gibt es ja so eine Abfahrt, so eine Steile Und da ist der Verkehr von Westen nach Osten geflossen, der ist dann unten durch die Brühlgasse und kam den vorne beim Hopfenstadel wieder auf die Hauptstraße.

00:09:09: Die andere Richtung ging halt die Stadt hoch.

00:09:19: Da hat es schon viele gegeben, die für die Fußgängerzone gekämpft haben gab natürlich Auskeptiker, die gesagt habe wenn die Leute nicht vor mein Lade fahren können.

00:09:32: Dann kommen

00:09:33: sie vielleicht gar nicht mehr und es war dann auch erforderlich dass zusätzlich oder Parkplätze geschaffen werde beiden Endende in der Fußgängerzone.

00:09:49: und so ist denn auch letztendlich die Schlossgarage entstanden kurz nach Bau der Fußgängerzone.

00:10:01: auch entstanden ist oder gebaut wurde hier.

00:10:05: Ja, spannend also wirklich man kann sich es heute eben als unsere Generationen nicht mehr vorstellen weil wir genießen die Fußgängerzone natürlich.

00:10:13: Sarah, ja du bist eben in dem Bewusstsein aufgewachsen.

00:10:17: Dein Vater, dein Großvater und wahrscheinlich auch viele Menschen so in deinem Umfeld sich engagieren für deine Heimat statt.

00:10:25: Was hat das mit dir vielleicht gemacht?

00:10:26: Wo gab es da schon vielleicht als Kind oder Jugendliche Berührungspunkte?

00:10:29: Und wo war so dieser Moment, wo du dann gesagt hast Ja klar also ich will da auch mit machen weil's mir wichtig ist.

00:10:36: Das war so.

00:10:37: mein Papa hat Rundschreibe geschrieben hat er gesagt Ihr kriegt zwei Euro Taschengeld dafür.

00:10:44: Bitte alle Geschäfte gehen und verteilen.

00:10:46: So war im Prinzip der Anfang, das hat dann weitergegangen mit die Plaketten auf dem Chessfest geholfen verkaufen später ein bisschen größer Bühnenaufbau und solche Dinge.

00:10:58: also man ist einfach reingewachsen weil man bei allem mitgeholfen hat.

00:11:02: ich war denn lang weg.

00:11:03: also ich war fast fünfzehn Jahre nicht in Thienen Und bin aber eigentlich immer zu den großen Aktivitäten.

00:11:11: Also ich war fast nachts immer zu Hause oder auch ein Chessfest, war ich immer da und als ich zurückkam, war es mir einfach wichtig also mein Papa wird älter damit zu arbeiten, weil ich finde es gibt viele Dinge die's einfach nicht gäbe wenn sie die Aktionsgemeinschaft in Tingen so nicht existieren würde.

00:11:32: und da wollte ich mich halt engagieren.

00:11:34: Und so habe ich mich zunächst als Beirat mal aufstellen lassen.

00:11:39: Frau Bader hat dann ja irgendwann einen Nachfolger gesucht und das war eine ganz einfache.

00:11:44: und irgendwann hab' ich gesagt dann mach ich das halt.

00:11:47: Und hast du nicht bereut bisher?

00:11:50: Nee also... Es war ein bisschen einfacher, als ich es übernommen habe.

00:11:53: Das war noch vor Corona.

00:11:54: Das gebe ich ganz ehrlich zu.

00:11:56: da war das Thema wir organisieren schöne Veranstaltungen feste machen die Stadt ein bisschen schöner mit unseren Aktionen und dann knapp ein halbes Jahr danach kam Corona.

00:12:08: der Thomas Wartner von Walzut könnte das bestätigen.

00:12:11: er hat das gleichzeitig übernommert und auf einmal waren wir totale Krisenmanager.

00:12:15: also wir hatten ganz.

00:12:16: das war wie ein zweiter Job mal zwischendurch.

00:12:19: Wir hatten Standleitung damals zum Jürgen Wiener vom Ordnungsamt, waren immer nur aktiv.

00:12:25: Und da hat sich natürlich schon einiges geändert und die Herausforderungen sind nicht einfacher geworden.

00:12:32: Das sagen wir so.

00:12:32: Ja

00:12:33: das glaube ich wirklich.

00:12:36: Vater-Tochter heißt ja ein persönliches Verhältnis dar.

00:12:39: man sieht es sicher auch privat.

00:12:42: Es ist eine Generationenlücke da.

00:12:45: Auch das ganz klar, es ist eine geschlechter Lüge da.

00:12:47: Ich glaube, es vielleicht auch nicht uninteressant, dass man als Frau oder Mann guckt ein bisschen anders auf die Dinge.

00:12:52: Wenn Sie mit Ihrer Tochter diskutieren oder du mit deinem Vater seid ihr immer einer Meinung was die Aktionsgemeinschaft angeht?

00:13:00: Oder kommt's durchaus mal vor, dass du und Sarah vielleicht sagst ne Papa, siehst du jetzt nicht richtig?

00:13:06: weil aus diesen und jeden Gründen und lassen sich dann auch überzeugen Ja, gibt es da manchmal im Hause Reckermann einen kleinen Dissens?

00:13:15: Also wir können gut miteinander diskutieren und sagen offen unsere Meinung.

00:13:23: Was ich halt sehr schön finde – Ich kann auf sehr viel Erfahrung zurückgreifen, kann ihn immer um Rat fragen wie er die Dinge sieht.

00:13:32: Wir diskutieren das denn Und was ich ebenfalls gut finde, ist immer noch für alles offen.

00:13:38: Also wenn wir was vorschlagen Nikola und ich ... und fragen ihn auch gerne beide immer um Rat wie siehst du das?

00:13:46: Was müssen wir noch beachten?

00:13:47: So entstehen halt neue Aktionen, neue Aktivitäten.

00:13:52: Ich denke, wir finden dann immer eine gute Lösung.

00:13:54: Meinungen sind wichtig!

00:13:55: Ja.

00:13:56: Und so funktioniert die Zusammenarbeit in unserem Vorstand, wenn die Beiräte zusammenkommen Da sind viele Köpfe, viele kreative Ideen.

00:14:04: Aber die Grundhaltung ... Also gerade auch von uns beide ist halt irgendwie ähnlich und deshalb zieht man dann an einem Strang und kommt zu einem guten Ergebnis?

00:14:16: Nichts hinzuzufügen!

00:14:18: Ich

00:14:19: freu mich wenn ich um junge Leute rum hab, wenn ich mit denen zusammenarbeiten kann.

00:14:27: Das finde ich irgendwo auch gewohnt.

00:14:30: Da haben wir ja irgendwo auch Jung selber.

00:14:35: Klar,

00:14:36: schön!

00:14:37: Sarah du hast gerade gesagt ihr wurdet für ... waren es schon Euro oder noch Mark?

00:14:40: Zwei Mark durch die Geschäfte geschickt um Plakate zu verteilen im analoge Werbung.

00:14:44: ganz klar war damals Thema.

00:14:46: heute hat sich natürlich das verändert.

00:14:48: Wir haben Social Media und haben die digitalen Möglichkeiten.

00:14:51: Wie läuft es da bei euch in der Aktionsgemeinschaft?

00:14:53: Wann seid ihr da irgendwie aufgesprungen?

00:14:55: habt gesagt?

00:14:56: Klar Instagram müssen wir machen ist wichtig.

00:14:59: Eigentlich war das relativ.

00:15:02: Es gab relativ schnell diesen Aktionsgemeinschaftkanal, der hauptsächlich auch von den Nikola bespielt wird.

00:15:10: Die sich darum kümmert und klar Corona hat das Ganze noch mal verstärkt.

00:15:15: aber wir haben immer die Medien benutzt, ich meine viele Dinge werden überhaupt nur noch dadurch kommuniziert.

00:15:23: Es gibt Leute, die lesen ja auch gar keine Zeitung mehr informieren sich darüber und das nutzen wir natürlich.

00:15:28: also wir kommunizieren immer auf verschiedenen Wegen arbeiten mit der Presse zusammen aber nutzen Das um unsere Aktivitäten bekannt zu machen und werden darüber auch Natürlich kontaktiert.

00:15:41: es werden Nachfragen dazu gestellt.

00:15:43: Und Ja das ist für uns ein Medium, das halt zum tägliche Geschäft dazukört.

00:15:49: Klar!

00:15:51: Wir hatten es ganz am Anfang des Gesprächs schon angerissen... Also ich komme aus Höchenschwand und habe aber in Lauching die ersten Jahre meines Lebens verbracht.

00:15:59: Mein Vater hat in Tingen gearbeitet, will sagen Tingen war mir auch als Kind ein Begriff.

00:16:03: Und auch heute wenn ich durch Tingen gehe, ich denke immer, Tingen hat doch wirklich alles was man erwarten mag von einer Stadt.

00:16:10: Flair, Charme, schöne alte Gebäude Gastronomie Einzelhandel, der noch da ist.

00:16:17: Und dennoch steht Tingen im Moment wahnsinnig im Fokus eben was das Thema Laden sterben um mal diesen leider sehr krassen Begriff zu benutzen.

00:16:26: Die Herausforderungen die... Das ist ja kein weil zu Tingen Problem sondern es ist ja in Deutschland weit wenn nicht globales Problem.

00:16:32: Dass sich das Einkaufsverhalten so verändert hat dass man einfach feststellt okay da ist irgendwie gefühlt keine Zukunft aber dennoch arbeitet ihr ja genau daran.

00:16:43: Was macht es mit einem?

00:16:44: Also Herr Reckermann, vielleicht haben Sie sich vorstellen können vor zwanzig oder dreißig Jahren dass das einfach gewisse Läden in der Stadt nicht mehr geben würde.

00:16:52: Dass man einfach sagt ein Schuhhandel in der Statt brauche ich gar nicht mehr weil ich gehe jetzt zu Zalando oder zu Amazon bis wir sich gar nichts mehr hin machen.

00:16:58: Ich mache das von daheim auf der Couch.

00:17:00: also wie gehen sie damit um mit dieser Entwicklung?

00:17:03: Ja, vorstellbar war das damals eh nicht.

00:17:06: Da gab noch keine Mobiltelefone, vor allem keine Smartphones.

00:17:12: Es gab auch so gut wie noch kein Internet damals und ... Man hätte schon sagen müssen irgendwelche Science-Fiction-Glaube.

00:17:21: Und die hatten das nicht auf dem Schirm.

00:17:25: Auch dort wurde es nicht vorhergesagt.

00:17:27: Also hat uns halt irgendwo eingeholt diese ... Die Technik hat das eben mit sich gebracht.

00:17:37: So ist es leider heute, dass sie über viele den bequemen Weg nehmen und sich die Sache zuschicke lassen.

00:17:45: Und zurückschickeln und hin und her anstatt dass Sie leider in unsere Geschäfte gehen und sich dort das aussuchen und dann mit nach Hause nehmen hier.

00:17:56: Hat Einzelhandel trotzdem Zukunft?

00:17:58: Stationäre Einzelhandel?

00:18:02: In bestimmten Branchen wahrscheinlich auf jeden Fall.

00:18:06: Und es wird immer Leute geben, die sich wohlfühlen wenn sie eine Jacke anprobieren können.

00:18:17: Sofort und die noch mal aussehen, die nächste anprobierend und sich nicht das erst aus dem Karton rausnehmen müssen hier.

00:18:26: Ja!

00:18:27: Wenn da vielleicht auch jemand steht der Ahnung hat von Chef und

00:18:29: sagt Genau!

00:18:29: Und einem

00:18:30: berät vor allem die Beratung kommt oder die wird immer wichtiger für die Zukunft des Handels.

00:18:42: Und da hoffen wir, dass wir hier auch immer wieder Nachwuchs finde in den Geschäften, die diese Herausforderungen annehmen und dann auch bei den Kunden ankommen und Leute halt auch in die Stadt sind.

00:19:00: Sarah wie sich tut es?

00:19:02: Der Mix wird sich in der Städte einfach verändern.

00:19:05: Das sieht man ja jetzt schon, es kommt mehr Dienstleistung hinzu auch aber das bringt wieder Frequenz.

00:19:11: also das heißt das ist sehr wichtig denke ich auch für die Innenstädte was wir ja schon merken auch im Unsam tun.

00:19:19: Es wird immer wichtiger dass du was bietest Dass die Leute meinen jetzt muss ich kommen das ist toll weil's dort gibt d.h.

00:19:27: Auch die Geschäfte müssen irgendwie ein Leinerstellungsmerkmal habe, damit ich da besonders gern hingehe oder einen Kaffee eine Besonderheit.

00:19:37: Weil ich sage, das ist so schön!

00:19:39: Da möchte ich wieder hinkommen.

00:19:40: Also

00:19:41: d.h.,

00:19:41: wir arbeiten auch natürlich sehr viel von Seiten der Aktionsgemeinschaft an Dingen wie Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu verbessern.

00:19:52: Ich sag mein Paradebeispiel ist aktuell die Luftart, die zu sehen ist.

00:19:56: Man hat Palmen, die wir aufgestellt haben.

00:19:59: Liegestühle, Turm rum ein wunderbares Flair und das genießen die Leute ja dann schon auch durch die Fußgängerzone zu schlendern sich das anzuschauen gehen dann auch hier und da in die Geschäfte rein Und das ist vielleicht auch immer wieder wichtig an das Bewusstsein.

00:20:16: Wenn ich das in Zukunft noch haben möchte, also an das Gewusstsein der Menschen zu appellieren dann muss ich aber auch mal was vor Ort kaufen und nicht nur alles eben online bestellen.

00:20:25: Also und dann ja hoffen wir dass es eine Zukunft gibt aus diesem Mix halt der Branchen

00:20:33: und diesem Erleben eben, oder?

00:20:34: Ich glaube zu dieser Erlebnischarakter.

00:20:36: Der wird immer deutlicher.

00:20:38: Und was das erleben angeht, da ist natürlich so ein Jubiläumsjahr eine wunderbare Gelegenheit.

00:20:44: Denn ihr feiert ja nicht nur mit einem großen Festakt sondern ihr feirt das ganze Jahr über und bietet im Prinzip das, was ihr schon seit fünfzig Jahren macht.

00:20:52: Ihr bietet Aktionen an wo man sagt Mensch kommt vorbei.

00:20:56: wir bieten hier etwas für euch!

00:20:58: Und eines der Highlights denke ich aber auch für die Stadt Walzutingen ist eine Ausstellung, die jetzt ganz bald läuft.

00:21:08: Also diese Folge wird nächste Woche ausgestrahlt und dann sind es noch so knappe drei!

00:21:12: Und dann werden wir die Alltagsmenschen eröffnen.

00:21:15: Sarah du hast die Initiatur in dieser Aktion.

00:21:18: Du hattest die Idee dazu.

00:21:20: Erzähl uns doch bitte einmal was sind die Alltagsmenschen?

00:21:23: Was passiert ab dem elften Juli im Städte?

00:21:26: Genau Die Alltagsmännchen werden geschaffen von zwei Künstlerinnen, also Mutter und Tochter.

00:21:34: Laura und Christel Lechner machen das schon seit vielen Jahren.

00:21:38: Das sind lebensgroße Figuren Menschen wie du und ich die sitzen in der Stadt, die stehen irgendwo, die schauen vielleicht sich etwas an Also alltägliche Menschen gewöhnliche Menschen Und die werden in der Stadt Tingen jetzt verteilt.

00:21:58: Das sind vierzig Figuren, die wir bekommen werden.

00:22:01: Sehr unterschiedlich.

00:22:02: mal ist eine Gruppe, mal ist ne einzelne Person, die sitzt auf nem Benkle und schaut einfach in die Fußgängerzone.

00:22:11: Die kann man dann entdecken also sehr einfach.

00:22:14: Einfach nimmt ne Google Map-Karte und dann kann man durch die Stadt spazieren und diese Personen entdeckt sich vielleicht damit fotografieren.

00:22:24: Der eine oder andere kennt sie vielleicht.

00:22:26: Sie sind relativ bekannt, vor allem im Norden in Sylt stehen sie immer.

00:22:30: das sind diese großen Figuren mit der Badehose an oder mit dem Bikini die aber nicht eben Modelmaße haben sondern vielleicht auch mal ein bisschen molliger sind also ganz normale Menschen.

00:22:43: Die Künstlerin sucht sich auch ganz bewusst zur Aktion oder Dinge aus wie sie zufällig halt wenn sie durch die Stadt geht entdeckt und das versucht sie wieder zu bringen.

00:22:55: Und das Schöne ist halt, es ist ja eine Ausstellung für jedermann also man muss kein Eintritt bezahlen.

00:23:00: Man geht einfach in die Stadt und schaut sich das an und man muss auch ein bisschen suchen und man entdeckt halt immer wieder was Neues und ich glaube dass wird sehr spannend Besucher,

00:23:11: absolut und der lange Zeitraum vor allen Dingen.

00:23:13: Das ist ja auch toll.

00:23:14: Ja, wir Elfter Juli wird eröffnet und sie stehen bis dritter November das heißt auch so ein bisschen durch die Jahreszeiten.

00:23:19: Das habe ich neulich darüber nachgedacht dass wir im Sommer sehen wie Sie natürlich mit ganz anderen Voraussetzungen und vielleicht dann an einem windigen Herbsttag sieht man sie halt dann auch.

00:23:29: und es glaube ich noch mal eine sehr schöne Facette.

00:23:33: genau merkt euch jetzt schon Mal Wir machen hier auch einen Banner rein elfter Julii Alltagsmenschen.

00:23:38: Und dann es lohnt sich eh nach Tingen zu fahren, aber da erst recht, wenn man noch nicht da war.

00:23:44: Genau!

00:23:46: Geburtstagskinder wünscht man etwas?

00:23:48: Ja also fünfzig Jahre ist ja ein schöner Rundergeburtstag.

00:23:51: Herr Reckermann was wünschen Sie denn Ihrem Geburtstagskind-Aktionsgemeinschaft für die nächsten Jahre?

00:23:58: Ich wünsche erstens mal dass ihr hoffentlich weitere fünfzig jahre existiert das sie weitere fünftig Jahre viele Mitglieder hat, die es auch ermöglichen vieles durchzuführen und dass sie vor allem junge Leute findet.

00:24:17: Die vorne dranstehen und diese Gemeinschaft auch weiterhin am Leben halte.

00:24:23: Ein sehr guter Wunsch!

00:24:24: Und du Zahra?

00:24:26: Ich schließe mich da infilm an also ich hoffe das ist eben immer wieder Menschen, die sich gern ehrenamtlich engagieren für die Stadt die gemeint ja jetzt mal noch im Moment mit mir oder auch in Zukunft dann schöne neue Ideen finden, die dann tingen eben so liebens und lebenswert machen wie es.

00:24:48: aktuell noch ist.

00:24:49: Super, wunderbar!

00:24:51: Ja ich glaube seitens der Stadt kann ich mich da auch nur anschließen.

00:24:53: Auch wir gratulieren natürlich herzlich nicht nur mit diesem Format sondern wir sind auch dabei natürlich bei euren Veranstaltungen und freuen uns da sehr drauf.

00:25:02: Das war ein sehr schönes Gespräch.

00:25:03: vielen Dank genau wunderbar der Werbe-Blockenlistik.

00:25:08: Genau fünfzig Jahre Aktionsgemeinschaft Tingen kommt vorbei Geht ins Städte rein und kauft was, trinkt dort mal einen Kaffee oder auch ein Eis.

00:25:16: Und ja entdeckt Tingen für euch wer noch nicht da war.

00:25:20: spätestens jetzt wirds Zeit!

00:25:21: Vielen Dank fürs Gespräch und wir hören uns in zwei Wochen wieder bei WT-Doppelterk besser Danke.

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